Forum for Science, Industry and Business

Sponsored by:     3M 
Search our Site:

 

Onkologen beurteilen die chinesische Arzneimitteltherapie

21.10.2002


Ein innovativer Versuch eines Tests, von traditionellen chinesischen Arzneimitteln mit westlichen Forschungsmethoden, wurde von Onkologen in Hongkong entwickelt, um den Stellenwert der chinesischen Arzneimitteltherapie innerhalb eines Programms zur konventionellen Behandlung zu beurteilen.



Bei seiner (19 Oktober 2002) Rede auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology in Nizza, Frankreich, sagte Dr. Tony Mok von der Chinese University of Hongkong, "Sehr viele Personen in China nehmen traditionelle chinesische Arzneimittel und wir wissen nicht, ob diese Einnahme effektiv oder sicher ist in Verbindung mit gleichzeitig eingenommenen konventionellen Medikamenten. Wir neigen dazu uns dagegen auszusprechen, aber wir sollten dies auch fundiert beurteilen können.."

Die traditionelle chinesische Heilkräutermedizin berücksichtigt die universelle Interaktion zwischen dem Individuum und der Umwelt und ist auf die Balance des Yin und Yang (Harmonie im Körper) ausgerichtet, um die Gesundheit zu bewahren und Krankheiten zu bekämpfen. Es gibt über 250 Arten von gewöhnlichen Kräutern und mit dem Verschreiben einer Kombination dieser Kräuter soll das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. "Diese Konzept ist anders als das der konventionellen Medizin bei der ‘ein Medikament für eine Krankheit’ verschrieben wird," sagte er.


Bei Leuten mit Krebs ist der Glaube weit verbreitet, dass mit der chinesischen Heilkräutermedizin die Toxizität der Chemotherapie reduziert werden kann. "Viele Personen in Hongkong und China handeln nach dieser These," sagte Dr. Mok. Der Herbalist verschreibt eine Mixtur gemäß den Konditionen des Patienten, und bei seiner Beurteilung des Patienten berücksichtigt er auch seinen klinischen Status.

Weil das Konzept der chinesischen Heilkräutermedizin anders ist als das der westlichen Medizin, ist ein Vergleich sehr schwer, aber Dr. Mok und sein Team haben einen Weg gefunden, um die Forschungen umzusetzen, indem der Kräuterextrakt in Pulverform zusammen mit einem Blindpräparat hergestellt wurde. Die Studie wurde auf der Grundlage der Richtlinien für die Good Clinical Practice (GCP) durchgeführt, einem international anerkannten Standard für klinische Forschung in der konventionellen Medizin. Bei diesen doppelblinden zufällig gewählten Versuchen wusste weder der Herbalist noch der konventionelle Arzt oder der Patient, ob sie ein Kräuterpräparat oder das Blindpräparat erhalten hatten. Den Patienten wurde während der üblichen begleitenden Chemotherapie eine Kombination von Kräuterextrakten (oder Blindpräparaten) verschrieben, um die Toxizität der Chemotherapie zu reduzieren. Abschließende Beurteilungspunkte der Studie umfassten auch die Verträglichkeit der Behandlung und die Lebensqualität. Bis jetzt wurden 86 Patienten mit Brust- oder Darmkrebs in diese Studie mit aufgenommen. Dr.Mok braucht noch etwa 150 Personen, um die Studie abzuschließen.

Die erste Ergebnisse haben eine leichte Reduzierung von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit gezeigt, vergleichende Daten werden aber erst nach dem Abschluss der Studie verfügbar sein. "Wir haben mit dieser Methode bereits die Durchführbarkeit bei der Informationsermittlung von der chinesischen Heilkräutermedizin im Rahmen der klinischen Forschung demonstriert," sagte er. "Und wir haben auch wirklich nützliche Hinweise, mit denen wir gezielt nach einer besseren Behandlung suchen können," fügte er hinzu.

Dr. Mok glaubt, dass es verschiedene Wege gibt, um den Nutzen zu definieren. "Viele Ärzte betrachten die chinesischen Heilkräutermedizin als einen Mythos, aber diese Medizin beruht auf einer anderen Philosophie als die konventionellen Therapien. Beide Seiten sollten Kompromisse schließen und sich aufgeschlossen gegenüber stehen," sagte er.

Gracemarie Bricalli | EurekAlert!

More articles from Health and Medicine:

nachricht The genes are not to blame
20.07.2018 | Technische Universität München

nachricht Targeting headaches and tumors with nano-submarines
20.07.2018 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

All articles from Health and Medicine >>>

The most recent press releases about innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetic vortices: Two independent magnetic skyrmion phases discovered in a single material

For the first time a team of researchers have discovered two different phases of magnetic skyrmions in a single material. Physicists of the Technical Universities of Munich and Dresden and the University of Cologne can now better study and understand the properties of these magnetic structures, which are important for both basic research and applications.

Whirlpools are an everyday experience in a bath tub: When the water is drained a circular vortex is formed. Typically, such whirls are rather stable. Similar...

Im Focus: Breaking the bond: To take part or not?

Physicists working with Roland Wester at the University of Innsbruck have investigated if and how chemical reactions can be influenced by targeted vibrational excitation of the reactants. They were able to demonstrate that excitation with a laser beam does not affect the efficiency of a chemical exchange reaction and that the excited molecular group acts only as a spectator in the reaction.

A frequently used reaction in organic chemistry is nucleophilic substitution. It plays, for example, an important role in in the synthesis of new chemical...

Im Focus: New 2D Spectroscopy Methods

Optical spectroscopy allows investigating the energy structure and dynamic properties of complex quantum systems. Researchers from the University of Würzburg present two new approaches of coherent two-dimensional spectroscopy.

"Put an excitation into the system and observe how it evolves." According to physicist Professor Tobias Brixner, this is the credo of optical spectroscopy....

All Focus news of the innovation-report >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industry & Economy
Event News

Leading experts in Diabetes, Metabolism and Biomedical Engineering discuss Precision Medicine

13.07.2018 | Event News

Conference on Laser Polishing – LaP: Fine Tuning for Surfaces

12.07.2018 | Event News

11th European Wood-based Panel Symposium 2018: Meeting point for the wood-based materials industry

03.07.2018 | Event News

 
Latest News

A smart safe rechargeable zinc ion battery based on sol-gel transition electrolytes

20.07.2018 | Power and Electrical Engineering

Reversing cause and effect is no trouble for quantum computers

20.07.2018 | Information Technology

Princeton-UPenn research team finds physics treasure hidden in a wallpaper pattern

20.07.2018 | Materials Sciences

VideoLinks
Science & Research
Overview of more VideoLinks >>>