In Treibstoffen enthaltene Schwefel- und Stickstoff-Verbindungen setzen bei der Verbrennung Schwefel- und Stickoxide frei, die die Umwelt belasten. Daher wird immer größerer Wert darauf gelegt, dass Benzin, Diesel und Kerosin möglichst frei von diesen Stoffen sind.
Forscher der University of Michigan haben eine neue Methode entwickelt, um unliebsame Stickstoffverbindungen aus Diesel zu entfernen. Ralph T. Yang und Arturo J. Hernández-Maldonado suchten nach einer adsorptiven Methode, um störende Stickstoffverbindungen – insbesondere so genannte Stickstoff-Heterozyklen - selektiv zu entfernen. Durch ein Screening fanden die Forscher ein geeignetes Adsorbens: Einen speziellen Zeolithen, der mit einfach positiv geladenen Kupferionen beladen wird.
Zeolithe sind kristalline, poröse Silikate mit käfigartigen Poren. Gelangen aromatische Stickstoffverbindungen in die Poren des Zeolithen, bilden sie Komplexverbindungen mit den Kupferionen. Diese binden stickstoffhaltige Aromaten besser als andere Aromaten, wie Benzol und Organo-Schwefelverbindungen.
Der Stickstoffgehalt von handelsüblichem Diesel konnte mit Hilfe des Kupfer-Zeolithen von 83 ppm auf unter 0,1 ppm (0,1 Millionstel Gramm pro Gramm Diesel) gesenkt werden. Die Absorption läuft bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck, und das Adsorbens ist vollständig regenerierbar - gute Voraussetzungen für eine großtechnische Anwendung.
University of Michigan, Chemical Engineering Department
Herr Dr. R. T. Yang
Fax: +1 (734)-764-7453
USA-48109 Ann Arbor, MI
yang@umich.edu
Source: NeMa News
Further information: www.neuematerialien.de/
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