European Space Talks: Weltraumschrott – eine Gefahr für die Gesellschaft?

Weltraumüberwachung mit GESTRA: Elektronisch gesteuerte Antennen ermöglichen, aufgespürte Objekte zu verfolgen und den Weltraum gleichzeitig nach weiteren zu durchsuchen. Fraunhofer FHR

Die berühmten unendlichen Weiten sind alles andere leer. Schon im erdnahen Weltraum schwirrt es nur so von Technik, die unserer Gesellschaft das Leben erleichtert: sekundenschnell per Handy jemanden auf der anderen Seite der Weltkugel erreichen, überall Nachrichten aus aller Welt in Bild und Ton empfangen, mit dem Navi entspannt ans Ziel finden, über das Wetter der nächsten Tage Bescheid wissen.

Das und vieles mehr geht nur mit Weltraumtechnologie. Doch leider umkreist auch eine immer dichter werdende Wolke aus Weltraumschrott die Erde und gefährdet die für die Gesellschaft so wichtige Weltrauminfrastruktur: Mittlerweile tummeln sich über 700.000 Überreste früherer Weltraummissionen (größer ein Zentimeter) im erdnahen Weltraum.

Mit Radarsensoren können diese Objekte von der Erde aus am besten verfolgt, analysiert und katalogisiert werden. Eine Voraussetzung, damit Satelliten und die Internationale Raumstation ISS überhaupt eine Chance haben den Trümmerteilen auszuweichen. Damit beschäftigen sich die Wissenschaftler vom Fraunhofer FHR schon seit Jahrzehnten.

Mit ihrem europaweit einzigartigen Weltraumbeobachtungsradar TIRA können sie mithilfe von Radarabbildungen Raumfahrtorganisationen wie die ESA bei ihren Missionen unterstützen. Mit dem neuen Weltraumüberwachungsradar GESTRA wird in Zukunft von Koblenz aus rund um die Uhr der Weltraumschrott vermessen.

Dr. Holger Krag (Leiter des ESA-Büros für Weltraumrückstände) sowie die Fraunhofer-Wissenschaftler Dr.-Ing. Ludger Leushacke (Abteilungsleiter Radarverfahren für Weltraumraumbeobachtung) und Dr. rer. nat. Nadya Ben Bekthi (GESTRA-Radarforscherin und begeisterte Astronomin) möchten mit Ihnen beim Space Talk ins Gespräch kommen.

Wie gehen die Raumfahrtorganisationen in der Welt heute mit dem massiven Problem Weltraumschrott um? Wie sieht die Zukunft im All aus und wie helfen dabei die Radarsensoren vom Fraunhofer FHR? Diese Fragen möchten wir am 15.11.2018 in Wachtberg beantworten und mit Ihnen diskutieren.

Die European Space Talks sind eine europaweite Veranstaltungsreihe im November, die Jedermann die Faszination Weltraum näherbringen will. Der Space Talk am Fraunhofer FHR findet am 15. November 2018 von 17:00 bis 19:00 Uhr am Hauptstandort des Instituts in Wachtberg-Werthhoven statt. Die Plätze sind begrenzt. Verbindlich anmelden können sich Interessierte über die Spacetalk.net-Seite unter folgendem Link: https://spacetalks.net/event/weltraumschrott-radar/.

Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR betreibt als eines der führenden europäischen Institute umfassende Forschung im Bereich Hochfrequenzphysik und Radartechnik. Kernthema der Forschungsarbeiten sind Sensoren für präziseste Abstands- oder Positionsbestimmung sowie bildgebende Systeme. Das Anwendungsspektrum dieser Geräte reicht von Systemen für Aufklärung, Überwachung und Schutz bis hin zu echtzeitfähigen Sensoren für Verkehr und Navigation sowie Qualitätssicherung und zerstörungsfreies Prüfen.

https://spacetalks.net/event/weltraumschrott-radar/#est-event-tickets Ticketservice
https://www.fhr.fraunhofer.de/de/presse-medien/pressemitteilungen/2018/european-… Pressemitteilung und druckfähige Bilder zum Download

Media Contact

Jens Fiege Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

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