Untersuchungen zur Herstellung von Kohlenstoff-Nanomaterialien, um einen massentauglichen Herstellprozess für diese neuartigen Materialien zu entwickeln, sind Ziel einer neuen Bayreuther Forschungskooperation.
Untersuchungen zur Herstellung von Kohlenstoff-Nanomaterialien, um einen massentauglichen Herstellprozess für diese neuartigen Materialien zu entwickeln, werden jetzt im Rahmen eines Forschungskooperation zwischen dem Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften/FAN (Prof. Dr.-Ing. Andreas Jess) und der Firma FutureCarbon (Kompetenzzentrum Neue Materialien in Bayreuth) vorgenommen. Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie gefördert und hat eine Laufzeit von Jan. 2004 bis Okt. 2006.
Die Kohlenstoff-Nanomaterialien (sogenannte Multi-Walled-Nanotubes, Platelet-Nanofaser oder Herringbone-Nanofaser) bilden sich aus kohlenstoffhaltigen Gasen (CO, Ethen...). Diese werden über einen geeigneten Katalysator geleitet, auf dem die Fasern aufwachsen. Für die endgültige Form und Art der Nanofaser sind die Temperatur, die Kontaktzeit, die Zusammensetzung des Gases sowie die Art des Katalysators von entscheidender Bedeutung, da sie den Abstand der Graphit-Schichten, die Orientierung der Schichten und die Breite der Fasern beeinflussen.
Bisher werden Kohlenstoff-Nanomaterialien nur im Labormaßstab und überwiegend diskontinuierlich hergestellt. Die typischen Ausbeuten liegen daher nur im Bereich von mg bis g. Für einen breiten Einsatz in der Batterietechnik oder in neuen Verbundmaterialien werden allerdings große Mengen des neuartigen Kohlenstoff-Materials benötigt. Neben systematischen Grundlagenuntersuchungen in Laboranlagen soll im Forschungsprojekt eine Technikumsanlage entwickelt und aufgebaut werden, in der Proben im Kilogrammmaßstab produziert werden können.
Weitere Informationen - und Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Andreas Jess
Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik
Tel. 0921/55 - 7430
e-mail: jess@uni-bayreuth.de
Jürgen Abel | Source: Universität Bayreuth
Further information: www.uni-bayreuth.de/
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