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Chips zur Analyse von Krebsgenen

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21.10.2002

 


Wie am 19 Oktober 2002 den Delegierten bei dem Kongress der European Society for Medical Oncology in Nizza mitgeteilt wurde, dürfte sich die Chip Technology zur Auswertung von genetischen Informationen in der Zukunft als eines der wichtigsten Instrumente für die Krebsprognose herausstellen.


Krebs wird durch Veränderungen oder Mutationen in Genen und durch andere Zellanomalien ausgelöst. Die Informationen des Human Genome Project bieten jetzt ein wertvolles Werkzeug, um die genetische Basis der Krebserkrankung und die Diagnose zu verstehen. DNA Mikroarrays, auch bekannt unter der Bezeichnung "Chips", wurden zur Analyse von Krebsarten entwickelt.

Das genetische Material, DNA und RNA, wird dem Tumor entnommen und markiert. "Diese Gewebeprobe wird auf den Chip appliziert, einem Gerät aus Kunststoff mit einer kleinen Glaskammer; die mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen ist," so erklärt Dr.Martin Fey vom Krebsinstitut Bern in der Schweiz. "Mit der Chip Technology kann eine Untersuchung aller Charakteristiken des Tumors durchgeführt werden und man kann erkennen, wie sich der Tumor verhalten wird. Mit diesem Verfahren können Tausende von Genen gleichzeitig getestet werden."

Obwohl Wissenschaftler schon sehr viel über Gene wissen, so sind die heutigen Techniken zur Voraussage einer Prognose sehr zeitaufwendig. Mit dem Einsatz von Chip Technology und der computergestützten Analyse können solche Tests innerhalb weniger Stunden durchgeführt werden. "Trotz der großen Vorteile bei der schnellen Analyse sollte diese Technik die traditionellen Analysemethoden nicht ersetzen", sagt er. Es muss noch mehr in Qualitätskontrolle und Klinikversuche investiert werden. "Diese Technik ist immer noch in der Entwicklungsphase und sehr kostenaufwendig", so Dr. Fey, "die Mikroarray-Analyse wird in wenigen Jahren in den wichtigsten Forschungszentren zur Verfügung stehen, es sieht aber nicht so aus, als ob diese Methode im nächsten Jahrzehnt bei Routineuntersuchungen in den Kliniken umfassend zum Einsatz kommen dürfte".

Die Chip Technology bleibt jedoch sehr vielversprechend, denn man kann isolierte Genabschnitte ebenso untersuchen wie das Gesamtbild. "Die Faktoren einer Prognose sind wesentlich wichtiger, denn sie können uns bei der Zusammenstellung einer maßgeschneiderten Behandlung für den einzelnen Tumorpatienten helfen. Es sieht so aus, als ob die Chip Technology das geeignete Mittel ist um uns dabei zu helfen", sagt Dr. Fey.

Über European Society for Medical Oncology (ESMO) ESMO ist der Meinung dass jeder Krebspatient die bestmögliche Behandlung erhalten soll, die für ihn verfügbar ist. Dabei allen Aspekten der Krebstherapie die Medizin eine große Rolle spielt, müssen Krebspatienten von qualifizierten Onkologen betreut werden. ESMO ist die führende Vereinigung in Europa die Ausbildung und Richtlinien für Onkologen zur Verfügung stellt, um eine optimale Versorgung von Krebspatienten zu garantieren. Seit der Gründung im Jahre 1975, hat sich die Gesellschaft zu einer Institution mir Repräsentanten aus allen europäischen Ländern und den weltweit sechs wichtigsten geographischen Regionen entwickelt.

Gracemarie Bricalli | Source: EurekAlert!

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