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Nachhaltig: von Freiluftwohnzimmer bis Handy-Recycling

02.07.2014

Freiluftwohnzimmer, intelligente Häuser und umweltfreundlicher Zement – wie vielfältig Nachhaltigkeit sein kann, zeigt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am 11. und 12. Juli.

Nachhaltigkeit spielt nicht nur in der Klimaforschung oder für die Energiegewinnung eine Rolle, sondern beispielsweise auch in Sport, Gesundheit oder Wirtschaft. Einen Eindruck hiervon vermitteln Führungen, Vorträge und Mitmachaktionen am KIT, zu denen die Karlsruher Bevölkerung herzlich eingeladen ist.


Beim gemeinsamen Reparieren setzen Bürgerinnen und Bürger Zeichen gegen das Wegwerfen.

(Bild: „Quartier Zukunft – Labor Stadt“, KIT)

Das Veranstaltungsangebot ist Teil der landesweiten Nachhaltigkeitstage 2014 des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Mitmachaktion „Freiluftwohnzimmer“
12. Juli, ab 14 Uhr in der Karlsruher Oststadt
Zeit zum Regenerieren braucht nicht nur die Natur, sondern auch der Mensch: Das „Freiluftwohnzimmer“ verwandelt den öffentlichen Raum für einen Tag in eine gemütliche Sitzecke. Das Projektteam „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ des KIT ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, vor ihrer Haustür Sitzgruppen zu eröffnen, mit Nachbarn ins Gespräch zu kommen und entspannt neue Perspektiven zu entwickeln.
Nähere Informationen unter quartierzukunft.de/freiluftwohnzimmer

Mitmachaktion: ReparaturCafé
12. Juli, 12 bis 18 Uhr, Jubez Karlsruhe, Kronenstraße 1
Ist der Toaster kaputt oder die Lieblingshose gerissen? Das ReparaturCafé, eine Initiative des Projekts „Quartier Zukunft – Labor Stadt“, bietet Sachverstand und Hilfe zum Reparieren von Elektronik, Holz, Keramik und Metall sowie eine Fahrrad- und eine Nähwerkstatt. Für Kaffee, Kuchen und Geselligkeit ist auch gesorgt.

Führung „Smart Home“
11. Juli, 11 bis 14.30 Uhr, KIT-Campus Süd, Engesserstraße 11, Gebäude 30.36
Wie sich Wohnen, Elektromobilität und Energie effizient verbinden lassen, zeigt das intelligente Haus am KIT. Strom und Wärme erzeugt es über eine Photovoltaikanlage und ein Mikro-Blockheizkraftwerk selbst. Zudem sind sämtliche Haushaltsgeräte miteinander vernetzt und an ein intelligentes Energiemanagementsystem angeschlossen. Selbst Elektrofahrzeuge können als Stromspeicher und -verbraucher mit eingebunden werden.

Vortragsreihe: Facetten der Nachhaltigkeit
11. Juli, von 9.45 bis 16 Uhr im neuen Lern- und Seminarzentrum, KIT-Campus Süd, Wolfgang-Gaede-Straße, Gebäude 30.28

Energiewende am KIT – Speichersysteme und Photovoltaikpark
11. Juli, von 10 bis 10.45 Uhr im neuen Lern- und Seminarzentrum, KIT-Campus Süd, Wolfgang-Gaede-Straße, Gebäude 30.28

Sonnenstrom bei Tag und Nacht durch Energiespeichersysteme: Eine mögliche Lösung bietet der deutschlandweit größte Solarstrom-Speicher-Forschungspark des KIT, der am 11. Juli in Betrieb geht. Hier arbeiten Solarzellen und Batterien zusammen, um Sonnenstrom jederzeit verfügbar zu machen. Gleichzeitig soll die kostengünstigste Systemkonfiguration von Photovoltaikzellen und Speichern ermittelt werden.

Globale Ursachen, regionale Auswirkungen: Klimawandel und Nachhaltigkeit
11. Juli, von 13.30 bis 14.15 Uhr im neuen Lern- und Seminarzentrum, KIT-Campus Süd, Wolfgang-Gaede-Straße, Gebäude 30.28
Welche klimatischen Veränderungen in Süddeutschland gibt es bereits? Ändert sich nur die Jahresmitteltemperatur oder auch die Zahl der Frosttage? Temperaturdiagramme und Klimakarten geben Auskunft und eröffnen die Diskussion über Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Anpassung.

Celitement - Nachhaltiger Zement auf dem Weg in die Praxis
11. Juli, von 14.15 bis 15 Uhr im neuen Lern- und Seminarzentrum, KIT-Campus Süd, Wolfgang-Gaede-Straße, Gebäude 30.28
Betonträger, Wandputz oder Fließen: Zement ist Ausgangsprodukt vieler Baumaterialien, aber auch verantwortlich für rund 7,5 Prozent des weltweiten Kohlendioxidausstoßes. Die KIT-Ausgründung Celitement hat einen neuartigen Zement entwickelt, dessen Produktion nur die Hälfte der üblichen Mengen an Kohlendioxid freisetzt. Zudem halbiert sich die dabei verbrauchte Energie.

Nachhaltige geothermische Nutzung in deutschen Städten
11. Juli, von 15 bis 15.45 Uhr im neuen Lern- und Seminarzentrum, KIT-Campus Süd, Wolfgang-Gaede-Straße, Gebäude 30.28
Unter Städten schlummern enorme Energiequellen: Der Klimawandel und die Wärmeabgabe von Gebäuden haben dazu geführt, dass die Temperaturen oberflächennaher Grundwasserschichten steigen. Diese Wärme ließe sich mithilfe spezieller Pumpen und Techniken nutzen und könnte in Karlsruhe mindestens 18.000 Haushalte nachhaltig mit Energie versorgen.

Sammelaktion für alte Mobilfunkgeräte
11. Juli, 10 bis 16 Uhr vor dem „Alten Stadion“ am Paulckeplatz 1
Mobilfunkgeräte im Hausmüll sind tabu: Sie enthalten nicht nur wertvolle Rohstoffe, sondern auch gefährliche Schadstoffe. Beim Infostand der KIT-Hochschulgruppe kine, kurz für die Karlsruher Initiative zur nachhaltigen Energiewirtschaft, und der grün-alternativen Hochschulgruppe können sowohl Handys als auch Ladegeräte zur sachgemäßen Entsorgung abgegeben werden.

Programmpunkte des Forstlichen Bildungszentrums Karlsruhe des Landesbetriebs ForstBW, Veranstaltungspartner des KIT

Vortrag „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen“
11. Juli, 10 bis 12.30 Uhr, Richard Willstätter Allee 2
Nachhaltigkeit als Leitbild und Unternehmensstrategie erfolgreich umsetzen – das Beispiel des Landesbetriebes ForstBW zeigt, wie dies gelingen kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Anregungen und Instrumente für die Umsetzung einer nachhaltigen Unternehmensstrategie.
Anmeldung bitte bis 7. Juli per E-Mail an fbz.karlsruhe@forst.bwl.de

Vortrag „Sind wir nicht alle ein bisschen nachhaltig?“
11. Juli, 14 bis 16.30 Uhr, Richard Willstätter Allee 2
Woher kommt der Begriff „Nachhaltigkeit“? Was bedeutete er heute? Und inwieweit betrifft mich das Thema persönlich? Der Vortrag widmet sich diesen und weiteren Fragen und zeigt, wie jeder von uns ein kleines bisschen nachhaltiger werden kann.
Anmeldung bitte bis 7. Juli per E-Mail an fbz.karlsruhe@forst.bwl.de

Programmpunkte des Studierendenwerks Karlsruhe, Veranstaltungspartner des KIT
Führung „Flüssigeisanlage und Nassmüllentsorgung“
11. Juli, 10 und 13.30 Uhr, Foyer im Studentenhaus, Adenauerring 7
Eine derzeit einzigartige Anlage zur Kälteerzeugung befindet sich im Studierendenwerk Karlsruhe: die weltweit erste Flüssigeisanlage, die zur Herstellung des Kältemediums Eis mit einem besonders umweltfreundlichen Gas arbeitet. Gezeigt wird zudem eine Anlage zur Nassmüllentsorgung, die organische Produktionsabfälle und Speisereste absaugt und für die Weiterverarbeitung in Biogasanlagen sammelt.
Anmeldung bitte per E-Mail an gastronomie@sw-ka.de

Aktion „Nachhaltigkeit schmeckt“
11. Juli, Mensa und Cafeterien des Studierendenwerks, KIT-Campus Süd
Vegan, Fisch aus nachhaltigem Fang oder Fleisch aus regionaler, artgerechter Tierhaltung – die Mensa am Adenauerring bietet verschiedene Gerichte zum Schwerpunkt der Nachhaltigkeit. Auch die Produkte in den Cafeterien tragen ein Bio-Zertifikat und stammen aus fairem Handel.

Das vollständige Programm gibt es unter:
www.zukunftscampus.kit.edu/NH-Tage.php

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter mehr als 6.000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 500 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter: www.kit.edu

Das Foto steht in druckfähiger Qualität auf www.kit.edu zum Download bereit und kann angefordert werden unter: presse@kit.edu oder +49 721 608-47414. Die Verwendung des Bildes ist ausschließlich in dem oben genannten Zusammenhang gestattet.

Monika Landgraf | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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