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Trend zu personalisierter und elektronischer Kommunikation

07.09.2005


Eine von der Universität Augsburg und Georgeson Shareholder veröffentlichte Studie zeigt: Unternehmen setzen bei Aktionärsbetreuung und Kapitalmarktkommunikation verstärkt auf zielgruppenspezifische Maßnahmen.



Zielgruppenorientierte Investor Relations (IR) gewinnen zunehmend an Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Trendstudie, die Georgeson Shareholder, ein Unternehmen der Computershare Gruppe, heute gemeinsam mit der Universität Augsburg veröffentlicht hat. Die Untersuchung zeigt, dass börsennotierte Aktiengesellschaften bei der Aktionärsbetreuung und Kapitalmarktkommunikation verstärkt auf die im Marketing bereits bewährten Ansätze des Relationship Management setzen.

Die befragten IR-Verantwortlichen bewerten die Betreuung von institutionellen Investoren und Privataktionären als Ziel ihrer Tätigkeit deutlich höher als etwa das Erreichen eines bestimmten Aktienkurses. Besonders intensiv widmen sich die IR-Verantwortlichen mit Aktivitäten, Informationsangeboten und Services neben den Großaktionären vor allem den Top-10-Prozent der institutionellen Investoren sowie den Besuchern der Hauptversammlung. In Zukunft planen sie, insbesondere die Top-Aktionäre unter den institutionellen und privaten Investoren noch intensiver mit Spezialangeboten zu betreuen.


Diese segmentspezifische Betreuung verschiedener Aktionärsgruppen soll zunehmend über personalisierte Informationsangebote erfolgen. Dabei setzen die Unternehmen bei den Privatanlegern auf den persönlichen Kontakt über Aktionärshotlines und Aktionärsmessen, künftig verstärkt aber auch auf personalisierte Newsletter und Aktionärsprogramme. Immer mehr Unternehmen werden mit ihren Privatanlegern elektronisch kommunizieren.

Auf die Trends zu personalisierter und elektronischer Kommunikation weist auch hin, dass zunehmend mehr Unternehmen Wissen über ihre Aktionäre sammeln und dieses für die zielgerichtete Kommunikation einsetzen werden. Bereits 63 Prozent der Unternehmen stützen sich bei ihrer IR-Arbeit auf Kontaktmanagementsysteme, wobei sie neben reinen Kontaktdaten künftig verstärkt Investorenprofile sammeln und nutzen wollen. Gesellschaften mit Namensaktien gaben an, die im Aktienregister gespeicherten Informationen in Zukunft auch im Marketing für Unternehmensprodukte nutzen zu wollen. Schon heute nutzen sie diese Daten, um die Aktionärsstruktur zu bestimmen, Veränderungen im Aktionärskreis zu beobachten und den Direktversand von Informationen abzuwickeln.

Die Mehrzahl der Unternehmen setzt elektronische Technologien im Rahmen ihrer Hauptversammlung ein. E-Mail und Internet werden künftig aber vor allem im Rahmen des Einladungsprozesses eine noch größere Rolle spielen. Eine hohe Priorität messen die Gesellschaften im Vorfeld der HV der Identifikation der Aktionäre zu, die voraussichtlich von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen.

Die Studie wurde wissenschaftlich begleitet vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Marketing, Informationsmanagement und Marktforschung der Universität Augsburg. Befragt wurden die 355 im Prime Standard notierten Aktiengesellschaften. Die Rücklaufquote lag insgesamt bei 26 Prozent. Von den im DAX gelisteten Unternehmen beteiligten sich sogar 60 Prozent an der Studie. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von April bis Mai 2005.

Klaus P. Prem | EurekAlert!
Further information:
http://www.uni-augsburg.de

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